Razer BlackWidow, die mechanische Tastatur etwas genauer betrachtet


Viele wissen überhaupt nicht das sie existieren, die mechanischen Tastaturen. Um euch zu erklären was genau das ist, und worin der Unterschied zur „normalen“ Tastatur besteht, schauen wir uns erst einmal eine solche normale Tastatur an:


Unter der eigentlichen Taste liegt bei dieser ein Gummipuffer. Dieser besitzt einen Kontakt welcher durch die Taste nach unten auf eine Platine Gedrückt wird und dort einen Stromkreis schließt. Alles was diese Taste also oben hält ist dieser Gummipuffer. Er bestimmt auch wie weit der Anschlagweg ist, wie schwer die Taste zu drücken ist und den Druckpunkt.
Bei einer Mechanischen Tastatur ist das schon etwas aufwändiger gestaltet.
Das lässt sich einfacher an einem Bild eklären. Wie ihr hier seht wird hier die  Taste von einer Feder gehalten. Der eigentliche Kontakt ist nicht Direkt an der Taste. So muss man die Taste auch nie ganz durchdrücken um den Stromkreis letztendlich zu schließen. Wie man hier an dem Bild auch sehr schön erkennen kann, bestimmt hier nicht nur ein Bauteil die eigenschaft der Taste, sondern 2. Die Feder gibt den Druck vor, und der Schließmechanismus des Kontaktes bestimmt den Druckpunkt. Es gibt hier verschiedene Arten von Schließmechanismen. Ich habe hier zur Veranschaulichung mal die Cherry Blue genommen welche auch in der BlackWidow verbaut sind.
Sicherlich fragt ihr euch weshalb man so einen Aufwand für eine Taste Betreiben sollte, da ein höherer Aufwand gleich ein höherer Preis bedeutet.
Aber der höhere Aufwand lohnt sich. Solche Tasten halten in der Regel 10 Jahre oder noch länger ohne das sie eine Veränderung zeigen. Außerdem lässt sich aufgrund der Tatsache das man die Tasten nicht ganz durchdrücken muss sehr effizient und schnell Tippen. Ein bisschen Übung erfordert es aber.
So eine Tastatur ist aber nicht ganz ohne Nachteile. Sie ist im vergleich zu den Gummipuffer-Tastaturen ziemlich  laut. Man muss es Wirklich mögen. Mich erinnert der Sound ein bisschen an eine elektrische Schreibmaschine.  Auch beim Spielen muss man sich etwas umgewöhnen. Insgesamt verschaffen sie mir persönlich aber einen leichten Vorteil.

So, zur Tastatur selbst:
Angekommen ist sie (wie bei Razer üblich) in einem Schwarzen Karton mit einer Aussparung für die Pfeiltasten. Vermutlich damit die Kunden in den Läden die Tasten ausprobieren können.
Schade ist das Dadurch auch die durchsichtige Plastikabdeckung ein loch an dieser Stellen hat. Sonst hätte man diese gleich als Staubschutz nehmen können.
Mitgeliefert wurde nur noch ein kleines Päckchen mit Papierbeilagen, Aufklebern vom Razer-Logo und der Treiber CD.
Wer beim auspacken nicht alles zerfetzen möchte, sollte etwas Geduld mitbringen. Ich frage mich hier echt ob es den Herstellern gefällt sich schwierige Verpackungen auszudenken.
Die Optik und Haptik ist in den ersten Minuten wirklich sehr gut. Die Tasten sind Mattschwarz und genau so fühlen sie sich auch an. Der rest der Tastatur ist mit einem Klavierlack überzogen. Das sieht anfangs sicher sehr edel aus, ist aber doch schon sehr anfällig für Fingerabdrücke und andere Verunreinigungen. Staub sieht man auch sofort darauf.
Die Tastenreihen sind leicht Rund angeordnet, so das das hier die erste Tastatur sein wird die ich aufgestellt nutzen werde.

Zur Ausstattung der Tastatur:
Die BlackWidow ist komplett Programmierbar. Sprich, ich kann jeder taste eine andere Funktion zuweisen. Und das auch ohne das man erst den Treiber öffnen muss. das Aufzeichnen eines Makros geht einfach per Tastenkombination. Da hat mal einer mitgedacht 😉
Außerdem besitzt die Tastatur einen USB Port auf der rechten Seite, sowie einen Mikrofon- und Kopfhöereanschluss. Hier frage ich mich schon wieder was sich die Macher dabei gedacht haben. Die Wenigsten Mikrofone haben einen Abgewinkelten Stecker. Heißt das bei allen rechtshändern das Kabel quer über das Mauspad fliegt. Genauso ist es mit dem USB Port. Hier einen Stick dran zu haben oder Sogar ein USB Kabel von zB einem Handy ist beim Zocken undenkbar da man in Brenzligen Situationen doch mit der Maus drankommen könnte. Und gerade für eine, auf das Gaming ausgerichtete, Tastatur ist das nicht wirklich eine Glanzleistung.
Meine UltimateEars haben zum glück einen abgewinkelten Stecker. Und etwas anderes wollte ich dort eh nie anschließen.
Die Beleuchtung der Tastatur hat mich im ersten Moment umgehauen. Nach der Cyborg Saitek V7.1 und einer Microsoft Sidewinder x6 ist das jetzt die 3 Tastatur mit Tastenbeleuchtung die ich Besitze. Und sie überstrahlt einfach alle. Leider gibt es hier auch etwas zu meckern. Aus Gründen die nur Razer kennt, haben sie es nicht geschafft die Zweitbelegungen auszulasern, So das man im Stockdunklen quasi nur die Erstbelegung und die Drittbelegung einer Taste sieht.Sobald man den Bildschirm an hat, sieht man es zumindest halbwegs. Das hätte man definitiv besser machen können.
Die Aufstellfüße hingegen sind wieder gut gemacht. Bei einem Druck von ca 2 Kg geeben diese wirklcih nur sehr leicht nach. (1-2mm)
Auch sind das die ersten Füße die nicht sofort einklappen wenn ich die Tastatur mal nach hinten aufstelle um darunter zu Putzen 😀

Die Software:
Der Treiber von Razer ist sehr schlicht gehalten. Auf der ersten Seite hat man eine Übersicht der Tastatur mit allen Tasten. Hier kann man schon definierte Makros oder Programme den Tasten zuweisen.

Die 2. Seite ist der Profilverwaltung vorbehalten. Wechseln kann man das entweder per rechten
Mausklick auf das Razer-Icon in der Symbolleiste, per Makro, oder auch Automatisch. Hierbei
Wählt man eine Anwendung und wenn diese Gestartet wird, wechselt die Tastatur automatisch in das vorgegebene Profil.

Die 3. Seite ist ausschließlich dem Erstellen von Makros vorbehalten.
Es ist also wirklich alles sehr einfach, schlicht und ziemlich übersichtlich gehalten.




Ein Fazit möchte ich hier nicht abgeben da sich doch jeder bitte eine eigene Meinung bilden soll. Jede Hardware hat irgendwo ihre Stärken und ihre Schwächen.
Mit knapp 115€ ist die BlackWidow auch nicht gerade billig. Ob ich sie behalten werde weiß ich auch noch nicht ganz. Sollte ich mich aber dazu entschließen sie zu Amazon zurückzuschicken weiß ich ich eins sicher: Ich sollte 2 Stunden zum einpacken einplanen 😀


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